Rezension des gleichnamigen Buchs (Autoren Modest Guinjoanm, Xavier Cuadras Morato und Miguel Puig) durch Ramon Aymerich erschienen in La Vanguardia vom 15. September 2013. Es wird darin die wirtschaftliche Zukunft eines unabhängigen Kataloniens erörtert und das Land wird dabei mit Dänemark, Österreich und anderen Staaten verglichen … auch die Schweiz, Norwegen die Niederlande werden erwähnt. Con todos ellos guarda Catalunya un tamano parecido en poblacion y en PIB per capita, so Ramon Aymerich. Das letztere bezweifle ich. Zwei Dinge sind demnach in Katalonien verloren gegangen : Der soziale Zusammenhalt und die Kultur der industriellen Entwicklung (siehe auch meine bereits erwähnte Rezension eines Buches das ebenfalls jenen Niedergang des industriellen Sektors feststellt). Was Katalonien sonst noch auszeichnet ist die hohe Arbeitslosenquote und die Staatsverschuldung, mit der ein neuer Staat auskommen muss. Was positif ins Gewicht fällt sind die vorhanden Infrastrukturen, so der Flughafen und der Hafen. Bisher dienen sie allerdings nur dem Tourismus (Kreuzfahrten) oder den Einfuhren. Nach den Buchautoren, so Ramon Aymerich, würde die Unabhängigkeit die gegenwärtigen Probleme nicht lösen, aber dadurch wäre eine von Spanien unabhängige Wirtschaftpolitik möglich.

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Reparacio de calçat al moment
Als mir heute eine Schnalle meiner Sandalen abriss, machte ich mich auf die Suche nach einem Schuhmacher und wurde auch prompt fuendig. Zumal das Schild vor der Tuer sofortige Reparatur verhiess. Ich ging hinein und uebergab meine Sandalen und der Mann an der Theke sagte mir, ich solle morgen wiederkommen. So hatte ich mir eine sofortige Reparatur (“Moment”) nicht vorgestellt. Ich habe ihm erklärt dass ich unmöglich barfuss nach Hause gehen kann und ich morgen wiederkommen wuerde. Da hatte er das Einsehen mit mir, und hat mir die Schnalle für vier Euros in zehn Minuten auf der Stelle hingenäht.
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Girona : Auf der Stadtmauer
Eine Touristin fragt ihren Reiseleiter : Wo ist denn hier die Stierkampfarena ? Das mag lächerlich erscheinen (Die Stierkämpfe wurden vor mehr als hundert Jahren durch die spanische Immigration nach Katalaonien gebracht und in Barcelona gibt – oder vielmehr gab – weil Stierkämpfe gibt es inzwischen nicht mehr – es eine Stierkampfarena, oder es gab gleich zwei – aber eine ist jetzt schon ein Einkaufszentrum – wenn nicht der wirtschaftliche Niedergang das Projekt scheitern liess. Ein echter Katalane hat wohl einen echten Horror vor Stierkämpfen oder es ist ihm allenfalls egal.). Aber wer in Barceloneta herumspaziert wird ohne Mühe Flamencospektakel dargeboten bekommen. Heute haben die prospanischen Parteien (ohne die Sozialisten) ihre Kundgebung in der Plaza de Catalunya. Von all dem habe ich nichts weiter mitbekommen als vom Zug heraus ein Auto fahren zu sehen aus dem zwei grosse spanische Fahnen hingen.
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Schnupfen
Es ist jetzt Anfang Oktober und die Temperatur sind zum ersten Mal wieder seit langem, vielleicht seit den Wintermonaten, unter 20 Grad gefallen, und wahrscheinlich ist es deswegen dass ich etwas verschnupft bin. Ich kann immer noch kurzaermlig am Morgen hinaus, und mit Shorts, aber manchmal verspuere ich die Kuehle doch.
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Subvention
Laut einem Artikel in El Periodico vom heutigen Tag (9. Oktober 2013, Seite 36), so decken die Tickets der TMB (des kommunalen Traegers des Oeffentlichen Transports, der Busse und der Metro) nur 45,7 % der tatsächlichen Kosten und dies zwei Monate vor Anheben der Tarife. Eine Fahrt von Barcelona nach Terrassa dauert etwa eine halbe Stunde und das sind ca 30 km. Dafuer bezahle ich mit einem Sammelticket (10 Fahrten) etwas weniger als vier Euros.
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Merkel
Eigentlich kann Angelika Merkel mit den Medien hier nur unzufrieden sein. So wird in der Wochenendbeilage der Vanguardia vom 29. September Oprah Winfrey als “la mujer la mas poderosa del mundo” vorgestellt. J. M. Frau stellt dies in El Periodico vom gleichen Tag richtig : “La mujer mas poderosa del Mundo” ist sie. Wenig sympathisch wird sie als La mas habil en el arte del engano dargestellt. Weil sie im Supermarkt werbewirksam wie die kleinen Leute einkauft und sich als normale Buergerin gibt.
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Wirtschaftspolitik
Die Vanguardia vom 22. September stellt ein Buch vor, La sortida del laberint von Miguel Puig (Beilage Diners, Seite 22). Seine Fragestellung ist die folgende : “per que les Balears, la comunitat que ha creat mes llocs de traball, es tambe la que ha creat mes aturats? Per que el Pais Basc, que ha creat poca ocupacio, te menys atur que ara fa vint anys? Und … nach all dem was man in der Buchrezension von Ramon Aymerich lesen kann, die wirtschaftliche Entwicklung Kataloniens in der neueren Geschichte (1980 – 2010) verlief ähnlich wie jene Spaniens, mit einem Wachstum von Bauwirtschaft und Tourismus.
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Befangenheit
Der Untertitel in der Vanguardia vom 15/9/2013 (Seite 22) – Las nacionalistas quieren ampliar la base social de su proyecto mas alla de las raices – deutet darauf hin was mir mein katalanischer Wohnungsvermieter in Rubi schon vor einigen Jahren sagte : Nur die Alteingesessenen wählen nationalistisch. Wo es viele Mietwohnungen gibt und Industrie gibt es nur wenige nationalistisch gesinnte Wähler. Wenn es da die CDC ist die auf diese Weise Wähler gewinnen will, so ist es hier, so berichtet El Periodico, die ERC .



