Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h konnte nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt aufgehoben werden. Dies ist für die Vanguardia Anlass einer ganzen Reihe von Artikel, die sich mit dem Thema Umweltschutz befassen. Um die EU Normen zu erfuellen muesste die Stadt den Autoverkehr um 30 % zu reduzieren. Das Problem ist die Verkehrsdichte. In Barcelona kommen 6000 Autos/Quadratkilometer. Dazu noch die Motorraeder. Barcelona (47 microgr pro m3, NOx) ist durch Mikropartikel doppelt so stark verschmutzt wie Berlin . Die Grenzwerte werden an 64 Tagen im Jahr überschritten (in Paris an 13, in Berlin an 8 Tagen – Vanguardia, 10. Februar 2011).

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Atomkraft
Auf Iinitiative von Convergencia i Unio (der katalanischen Regierungspartei) und der baskischen PNV (buergerliche baskische Partei) ist am 15.2.2011 eine Gesetzesaenderung beschlossen worden, welche die 40jährige Lebensdauer der Atomkraftwerke aufhebt. Die Argumentation geht dahin dass es nicht wirtschaftlich sinnvoll waere wenn eventuell funktionstuechtige Kraftwerke fruehzeitig abgestellt werden muessen (La Vanguardia, 15.02.2011).
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Feiertag
Heute ist in der Stadt Barcelona ein lokaler Feiertag. Warum, ist mir nicht bekannt und weder in Rundfunk (Radio Catalunya, Radio Clasica) noch Fernsehen gibt es dafuer auch nur ansatzweise ein Erklaerung. Auch in umliegenden Gemeinden ist Feiertag. Das Verkehrsaufkommen ist (naturgemaess) wesentlich geringer (Anzeichen dafuer dass auch wirklich Feiertag ist). Die Geschaefte (vor allem aergerlich : Auch der Lidl um die Ecke) haben geschlossen.
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Sabadell
Nun wenn ich in Sant Cugat arbeite so liegt Sabadell gleich nebenan. Nach einem Artikel in El Periodico ist dies die am meisten umweltverschmutzte Stadt Spaniens (nicht durch Industrieproduktion sondern durch den Strassenverkehr !). Seitens der Stadtverwaltung wird dem entgegengehalten dass die Messtation an einer vielbefahrenen Kreuzung liegt (Wohl Pech dass es ueberhaupt eine Messtation gibt !)
El Periocido, Online Ausgabe, 28. Februar 2011 .. -
Taxis in Barcelona
Inzwischen gibt es für die Anwärter auf eine Taxilizenz in Barcelona einen Sprachtest. 120 der 235 Anwärter konnten ihn diesmal bestehen. Alle haben Spanisch als Sprache gewählt obwohl festgelegt ist dass ein Taxifahrer jede Amtssprache (also auch Katalanisch) verstehen muss («comunicar-se amb el conductor en qualsevol de les llengües oficials»). Bei der ersten Anmeldung am 9. und 11. November 2011 gab es 540 Kandidaten, davon waren 201 Ausländer. 238 wurden zugelassen, am zahlreichsten unter ihnen sind die Pakistaner (78) Kolombianer (28) und Marokkaner (20).
El Periocido, Online Ausgabe, 23. Februar 2011 . -
Ryan Air und Girona
Schlechte Nachricht – und nicht nur fuer mich. Ryan Air streicht .. 18 (alle ?) Routen von Girona. Wahrscheinlich auch die Strecke nach Memmingen, die ich schon ein paar Mal geflogen bin.
Anscheinend gibt es Unstimmigkeiten über eine bereits ausgehandelte Vereinbarung, nach der die Subventionen von 7.5 Millionen Euros auf 11 Millionen ansteigen sollten. Der Abschied von Girona war voraussehbar, nachdem die Maschinen von Ryanair jetzt auf dem Flughafen von Barcelona landen koennen. Es hatte dann keinen Sinn mehr da hinzufliegen. Das gleiche gilt fuer Reus. Denn Barcelona liegt geografisch in der Mitte zwischen beiden Flughaefen El Periocido, Online Ausgabe, 16. Februar 2011 . -
Smogalarm
Tatsaechlich fordert der Smog in Barcelona jedes Jahr 3000 Tote. Der vorherrschende Antizyklon (sprich : das gute Wetter) verhindert nun das Heraufsetzen der Hoechstgeschwindigkeit. Auch in den Tunnels der Autobahn bei Valvidrera kann nicht schneller als mit 80 gefahren werden. Hier verhindert eine Richtlinie der EG eine hoehere Geschwindigkeit .
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Umweltpolitik
Artur Mas hat es anscheinend vergessen, den noch aus der vorherigen Regierung stammenden Chef des Wetterbueros (Meteocat) abzuloesen. Dieser hatte es nicht lassen koennen, das heraufsetzen der Mindestgeschwindigkeit im Raum Barcelonas zu kritisieren. Nun ist diese Geschwindigkeitsbeschraenkung auf 80 km/h ohnehin nur eine Antwort auf den Umweltschutz betreffende EU Richtlinien. So lange der Antizyklon haelt, wuerde auch die Dunstglocke mit der Feinstaubbelastung weiterdauern (mehr als das doppelte der zulaessigen Menge). Inzwischen ist der Chef von Meteocat abgeloest werden und der Smog wird in der Presse breit thematisiert. Barcelona erscheint als eine der am meisten belasteten Staedte Spaniens (auf gleicher Hoehe mit Sevilla).
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Zahnärztliche Versicherung
Da wieder ein Zahnarztbesuch anstand habe ich im Herbst bei Vitaldent (dem – privaten – zahnärztlichen Kabinett – vorbeigeschaut, diesmal dort wo ich wohne, in der Carrer Valencia. Alles durchgerechnet, kamen wie beim letzten Mal etwa 700 Euros raus. Ich verschob die Behandlung bis auf weiteres, ass aufgrund der Schmerzen weniger und trank nur noch und verlor so in relativ kurzer Zeit mehrere Kilo. Ich beschloss, mir eine zahnärztliche Versicherung zuzulegen. Nun war ich ja eben deswegen schon bei ADESLAS. Aber sie kommen eigentlich überhaupt nur für allgemeinmedizinische Kosten auf. Und ich erspare mir durch diese Versicherung eigentlich nur die Wartzeit in den staatlichen Ambulatorien. Mir wurde erklärt, ich könne für die Zahnarztkosten eine zusätliche Versicherung abschliessen. Ich nahm zum Versicherungsvertreter, der die ADESLAS vertrat, Kontakt auf. Er schickte mir ein Formular per Email zu. Aber es war nicht das richtige. Es dauerte auch dann wieder ein paar Wochen bis ich das richtige Formular hatte, das ich dann auch ausfüllte und abgescannt zuschickte. Nun vergingen wieder etliche Tage. Ich wollte einen Beleg für meine Versicherung bekommen. Der Versicherungsvertrete antwortete jedoch nicht. Ich sah auch, dass mir keine Beiträge abgebucht wurden. Schliesslich ging ich zur Generalniederlassung der ADESLAS in Barcelona und dort konnte ich meine Versicherung abschliessen. Ich wusste inzwischen dass auf alle Leistungen eine dreimonatige Wartezeit besteht. Im übrigen muss ich auf alle zahnárztliche Behandlungen einen 50 %igen Eigenanteil bezahlen. Ein Nachrechnen ergab dass Vitaldent seit meinem letzten Besuch vor zwei Jahren die Tarife um mehr als zehn Prozent erhöht hatte …