werden in Katalonien so wie auch in Spanien nur unzureichend verfolgt (um nicht zu sagen “gar nicht”). Es scheint mir da fast erstaunlich dass heute El Periodico mit dieser Aussage als Titelgeschichte erschienen ist. El Periodico hat sich dabei auf El Tripartit, die drei Parteien die in Katalonien die Regierungsverantwortung haben, bezogen. Die katalanischen Behörden, voran die Agencia Catalana de l Aigua (Wasserbehörde), beschränken sich darauf den Gemeinden mitzuteilen die Müllkippen waeren ungesetzlich. Verfahren werden nicht eingeleitet. Sie gehen sogar so weit diese Müllkippen in das Rechtssystem einzubinden und dadurch juristisch unanfechtbar zu machen. Die Wasserbehörde machte die Gemeinden darauf aufmerksam dass eine Untersuchung anstuende. Daraufhin schlossen viele Gemeinden die Abwasserleitungen an Klaeranlagen an und reparierten ihre Abwassersammelbecken. Auf eigene Initiative, jedenfalls, werden die Gemeinden in Umweltsdelikten nicht tätig. Anzeigen kommen fast ausschliesslich von Bürgern und Vereinen (in ca 99 % der Fälle). Die Behörden muessen teilweise auf dem Wege der Verwaltungsklage gezwungen werden, tätig zu werden. Von der Anzeige bis zum Urteil vergehen wenigstens zwei Jahre (El Periodico, JG Albalat, 31. Mai 2010).

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Zahnärztliche Behandlung
Ich brauchte nicht erst den Aushang im öffentlichen Ambulatorium sehen um zu wissen dass die Kosten für zahnärztliche Behandlung voll zu meinen Lasten gehen :

Aushang im Ambulatorium Nun, inzwischen habe ich eine Mutua (Zusatzversicherung), aber mit ihr stehe ich nicht besser da. Selbst die Ersatzkassen zahlen keine zahnärztliche Behandlung.
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Katalonien und das Ebro Delta
vor einigen Tagen gab es im Spiegel einen Artikel an den ich mich noch gut erinnern kann : Ebro-Delta: Sümpfe, Deiche, Reisfelder – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Reise . Derart unantastbar sind die Naturschoenheiten nicht. Denn dieses Wochenende gab es eine Demonstration mit dem Ziel, dem Fluss gesetzlich eine Wassermenge zu garantieren. Denn überall wird ihm Wasser vor allem für die Bewässerungskanäle entnommen.
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Handelskammer
Auf Arbeitssuche und hier natuerlich (?) auf die (deutsche) Handelskammer gestossen. Viele Angaben auf ihrem Website liegen bereits einige Jahre zurueck (so wenn geschrieben wird dass Spaniens Bruttosozialprodukt jährlich mehr als das Deutsche um 3 % wachse). Es gibt eine Niederlassung in Barcelona (im Oktober 1917 als Wirtschaftliche Vereinigung in Barcelona“ “Asociacion Economica alemana en Barcelona”.. gegrundet), allerdings findet sich im Internet nur ihr Anfahrtsweg ohne Hinweis auf weitere Aktivitaeten. Was die Arbeitssuche anbetrifft, so verlangt die Handelskammer nicht gerade wenig – 60 Euros – für eine Anzeige um Arbeit zu finden.
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New York
Seit etwa einer Woche dreht mein Nachbar mittags täglich (!!!) seine Stereoanlage voll auf. Es ertönt dann jedesmal New York New York von Frank Sinatra.
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Kommunion
In einer katholischen Schule durfte ein achtjähriger Schüler nicht zur Kommunion weil er das Zeremoniell auf katalanisch einforderte. Die Vorbereitungsklassen darauf waren ebenfalls auf spanisch (die offizielle Sprache in Katalonien ist katalanisch El Punt, Samstag 15. Mai 2010, Seite 6).
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Diebstahl
Zwischen 2005 und 2009 hat sich in Barcelona die Anzahl dieser Delikte verdoppelt. Am meisten gibt es wo sich die Touristen aufhalten. Nun werden solche Delikte bis zu einem Verlust von 400 Euros ähnlich wie Ordnungswidrigkeiten verfolgt. Festhnahmen sind nur auf frischer Tat erlaubt. Barcelona hat eine Strafrechtsreform angeregt, nach der Wiederholungstaeter ab der 4. Festnahme härter bestraft werden. Und es soll auch ein Strafregister angelegt werden (El Punt 16. Mai 2010, Titelseite).
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Handwerkskammer und Urbanität
Interview mit Miguel Angel Frailem Präident der Handelskammern von Katalonien. Er würde breitere Bürgersteige vorziehen, am besten wie der Passeig de Gracia (wo es keinen Radweg gibt !). Von einer Strassenbahn hält er nichts. Am besten ist der Einsatz von Bussen (als Massentransportmittel in der Stadt !). Er meint 80 % der Leute in Barcelona sind zu Fuss unterwegs. Wer hier richtig einkauft macht es mit dem Auto. Das muss in die Stadt hineinkommen (Interview EL PUNT, Sonntag 16. Mai 2010).
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Wasser
ist in Katalonien “subventioniert”. Es kostet im Schnitt 1,7 Euros pro tausend Liter, nur 68 % der Kosten können durch den Wasserzins gedeckt werden (Gesamtkosten 1.684 Millionen jährlich). In Barcelona kostet das Wasser durchschnittlich 1,78 Euros der Kubikmeter (In Berlin sind es 4,92, in London 2,56 und in Paris 2,12). Nur in Rom sind die Kosten noch geringer, nämlich 0,95 E/Kubikmeter (Quelle : QUE (Gratisblatt), lunes 3 de mayo 2010).